Zuckerschnecke im Speckmantel

(25. April 2007) Das Schau-Spiel-Studio Oberberg lädt zur letzten Premiere dieser Spielzeit ein.
Stadtwette eingelöst.


Das Ensemble erarbeitete zusammen mit der Regisseurin und Maskenkünstlerin Amina Ch. Karge das Theaterstück „Zuckerschnecke im Speckmantel“ zum Thema Schönheitswahn und Ess-Störungen. Damit setzt sich das Schau-Spiel-Studio zum wiederholten Male mit aktuellen, gesellschaftlichen Problemen auseinander. Waren das bei „Gestrauchelt“ Alkohol- und Drogenabhängigkeit und bei „Madonna und Mike“ das Wiederaufkeimen der rechtsradikalen Gewalt, haben sich diesmal die jugendlichen Akteure über Improvisation, Rollen- und Textentwicklung den Stoff erschlossen, der uns nahezu täglich aus allen Medien entgegen schreit.

Sie entwickelten Szenen, bauten Masken und entwarfen Choreographien, um sich dem hochbrisanten Thema mit Ernst aber auch hoffnungsvoll zu nähern. Phantasievolle Maskengestalten, die die verborgenen und oft gesellschaftlich nicht erwünschten Wesensanteile der Menschen verkörpern, beeinflussen die handelnden Personen, fordern sie heraus und fördern den Weg in die Selbstbestimmung.

Lassen Sie sich ein auf diese ungewöhnliche Theaterform, in der Musik und Tanz genau so ihren Raum haben wie das gesprochene Wort, und in der auch viel Unausgesprochenes „sichtbar“ wird.


Jugendtheaterproduktion zu Schönheitswahn und Ess-Störung

Projektleitung und Regie: Amina Ch. Karge (53 kg)

Premiere: Freitag, 27. April 2007, 20 Uhr
Weitere Aufführungen: 28.04., 29.04., 04.05., 05.05., 06.05., 09.05., 11.05., 13.05., 16.05., 18.05., 19.05., sonntags jeweils 18:00 Uhr, sonst 20:00 Uhr. Zuckerschnecke im SpeckmantelZuckerschnecke im Speckmantel Inhalt, Text, Masken und Spiel: Svenja Szeghedi (39 kg), Angi Voßköhler (50 kg), Hannah Pfundt (55 kg), Matthias Vorländer (63 kg), Viviane Bonfanti (67 kg), Jan Stöber (80 kg)

Schönheitsideale bestimmen unser Selbstwertgefühl und unsere Selbstachtung. Durch die Massenmedien manipuliert werden schon Kinder dem Schönheits- und Schlankheitswahn ausgesetzt. Diäten sind ein Dauerbrenner. Ess-Störungen wie Magersucht und Bulimie nehmen bedenklich zu. Der Körper wird gequält und bleibt mit der Seele auf der Strecke. Nur ein Drittel der Magersüchtigen überwindet die lebensbedrohliche Erkrankung und wird geheilt. 10 bis 15 Prozent der Betroffenen sterben.

VANESSA, ein junges Mädchen von 13 Jahren, überlebt den Kampf mit ihrem Körper und den Pfunden nicht. Mögliche Ursachen ihres selbstzerstörerischen Essverhaltens werden von dem Jugendensemble konfrontativ aufgezeigt. Berührende Textpassagen, einfühlsames Bewegungstheater und skurriles Maskenspiel führen die Zuschauer in die Welt der Betroffenen. Musikalische Untermalung verdichtet die Stückatmosphäre. So manches Lachen wird im Halse stecken bleiben. Gibt es Wege aus Anpassungszwang und Beautywahn, zu Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein?

Kartenvorverkauf (auch Gutscheine), 10 Euro, ermäßigt 6 Euro
bei Wiehl-Ticket, Bahnhofstraße 1, 51674 Wiehl
Telefon 0 22 62/9 92 85, Telefax 0 22 62/9 91 85

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