„Wiehlgespräche“ beim Frühjahrsempfang

(17. März 2018) Perspektiven, Zukunftsaussichten und einiges über die aktuellen Projekte der Stadt Wiehl stellte Bürgermeister Ulrich Stücker in seiner Ansprache zum Frühjahrsempfang unter dem Motto „Wiehlgespräche“ in der Wiehltalhalle vor.
Von links: 1. Stellv. Bürgermeister Sören Teichmann,  Bürgermeister Ulrich Stücker, 2. Stellv. Bürgermeister Udo Kolpe, Beigeordneter Maik Adomeit. Foto: Christian MelzerVon links: 1. Stellv. Bürgermeister Sören Teichmann, Bürgermeister Ulrich Stücker, 2. Stellv. Bürgermeister Udo Kolpe, Beigeordneter Maik Adomeit. Foto: Christian Melzer Seit zweieinhalb Jahren ist Stücker Bürgermeister in Wiehl und konnte bereits zum dritten Mal viele Gäste in der Wiehltalhalle begrüßen. Darunter Landrat Jochen Hagt, Oberbürgermeister André Raphael aus der Partnerstadt Crimitschau sowie Vertreter aus Verwaltung und Politik, der Stadt Wiehl – dabei auch die beiden stellvertretenden Wiehler Bürgermeister Udo Kolpe und Sören Teichmann. Ebenso Vertreter von Institutionen, Vereinen aus Sport-, Kultur und Sozialem sowie Vertreter der Dorf- Gemeinnützigen, Verschönerungs- und Heimatvereine sowie eine Vielzahl an Unternehmen. Über Wiehl ins Gespräch kommen mit den Fragen „Was braucht unsere Stadt? Wo wollen wir hin und wo sind die Schwerpunkte?“ stand im Mittelpunkt. Wichtig seien Gespräche, in denen man nach vorne schaue, so Stücker. So sei das Zentrum der Stadt die Visitenkarte. Eine Vielzahl von Maßnahmen konnten bereits vorbereitet und umgesetzt werden, wie der Wheelpark und der Wettbewerb für die Umgestaltung der Freizeitanlage Wiehlaue – hierzu habe auch ein „Wiehlgespräch“ stattgefunden mit einer Beteiligung von über 1.000 Mitbürgern. 2019 werden die ersten Maßnahmen im alten Kurpark starten. Das sehr dezidierte Konzept für die innerstädtische Verkehrsführung liege zudem vor. Dies sowie alle weiteren Maßnahmen werden in einer großen Veranstaltung am 18. April 2018 in der Wiehltalhalle vorgestellt.



Ohne Ehrenamt, ohne bürgerschaftliches Engagement sei vieles nicht möglich betonte Stücker und wiederholte sein Zitat des Vorjahres aus der Welt am Sonntag: „Dem ländlichen Raum gehört die Zukunft – nur wissen wir das noch nicht“. Es sei deutlich geworden „Wir wissen das und wir bereiten uns darauf vor“, so Stücker. Die Zukunft des ländlichen Raumes heiße „Selbst ist das Dorf“, aber auch eine Stadt stehe in der Verantwortung für ihre Dörfer. Nachhaltige und zukunftsfähige Konzepte müssen entwickelt. Dafür ist ein Auftakttermin am 6. Juni 2018 vorgesehen. Weitere Eckpunkte konnten mittlerweile in den Handlungsfeldern Arbeit und Wirtschaft, Wohnen und Mobilität, Bildung, Kultur und Sport, Gesundheit und soziale Aspekte sowie Freizeit und Tourismus erarbeitet werden. Zudem sei ein entscheidender Standortfaktor ein ausreichendes zur Verfügung stellen von Gewerbeflächen. Hier sei Wiehl auf einem guten Weg. Mit vereinten Kräften habe man Bomig-Süd entwickelt. Fundamentale Bedeutung habe der Bereich Wohnungsbau - es müsse gelingen, ausreichend Flächen zur Verfügung zu stellen. Eine mögliche Entwicklung der ProMarkt-Gelände sei zudem auf dem Weg zu einem konkreten Rahmenplan mit einem gesunden Mix von Mietwohnungsbau und Eigentumswohnungen. Wichtiger Schwerpunkt ebenfalls: die Bildungsinfrastruktur inklusive Teil-Neubau des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums. Dies sei keine „never ending story“. Schulbau der Zukunft bedeute einen Schritt weiterdenken und es müsse etwas sein, was Zukunft hat, damit es nicht beim ersten Spatenstich heiße: „das ist morgen schon veraltet“. Zukunft hat auch die Grundschule Marienhagen. Hier konnte einer Schließung durch eine Grundschulverbindungslösung mit Wiehl entgegengewirkt werden.

Ein buntes Programm umrahmte die Rede von Bürgermeister Stücker. Angefangen mit einem Vortrag eines besonderen Chores: dem Knaben– und Mädchenchor der Bergischen Akademie für Vokalmusik, der als erster Kinder- und Jugendchor im Oberbergischen 2017 zum „Meisterchor“ gekürt wurde. Ihr „Ein Hoch auf uns“ galt aber sicher den gesamten Mitwirkenden und Teilnehmenden dieses Abends, der wieder einmal ein besonderes Highlight im städtischen Jahresprogramm war. Mit drei Tänzen aus der siebenbürgischen Kultur begeisterte die erst im letzten Jahr gegründete Jugendvolkstanzgruppe der Siebenbürger Sachsen in Bielstein in bunter Tracht. Eine besondere Tanz-Rakete zündeten zum Abschluss des Abends die „Bielsteiner Raketen“ des Karnevalsvereins Bielstein, die Ihnen auch als Cheerleader des VfL Gummersbach bekannt sind, mit tollen Tänzen und stimmungsvoller Musik. Zuvor gab es aber noch einen weiteren musikalischen Punkt: das „Chörchen“ aus Oberwiehl brachte mit hoher musikalischer Qualität ein paar „gute Laune Lieder“ zu Gehör. Nicht mit Tanz oder Gesang, aber mit einer kleinen Foto-Revue aus 25 Jahren blickten Herr Biedermann (Thomas Knura) und Jedermann (Michael Albrecht) und die Delegation des Schau-Spiel-Studios Oberberg auf ihre Geschichte zurück. Außerdem erfuhren, die Gäste in der Wiehltalhalle, wie ein Filmkuss funktioniert und Bürgermeister Stücker bekam eine spezielle Einladung ins Theater – da dürfe er auch gerne mal mitspielen oder eine Sondervorstellung mit Mitarbeitern genießen. Dem Theaterensemble, das in der Aula der Grundschule Wiehl residiert, kam auch der Erlös des Frühjahrsemfangs zu Gute. Bürgermeister Stücker freut sich nach diesem Empfang darauf, viele „Wiehlgespräche“ – konstruktiv, miteinander, friedlich – führen zu dürfen. Dabei solle man sich von der Maxime Stephen Hawkins leiten lassen: „Erinnert euch daran, nach oben zu den Sternen zu blicken und nicht auf eure Füße“.

Vera Marzinski


Videos vom Frühjahrsempfang 2018

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