Sicherung und Verbesserung ehrenamtlicher Organisationen und Strukturen

Kernbotschaft

Wir möchten auf die enorme Bedeutung des Ehrenamtes aufmerksam machen und die Attraktivität von Ehrenamt steigern. Wir wollen dazu beitragen, dass die Stadt auch zukünftig Ihren Aufgaben nachkommen und soziale Unterstützung leisten kann, ohne die Bürger zusätzlich finanziell zu belasten.

Begründung

Den meisten Bürgern ist nicht bewusst, dass viele Pflichtaufgaben der öffentli-chen Hand, wie z. B. die Gefahrenabwehr / Feuerschutz, ausschließlich von eh-renamtlich und freiwillig tätigen Helfern übernommen wird. Gleiches gilt für Helfer der „Tafel“, der Senioren- oder Jugendarbeit und die meisten Vereine. Viele ehrenamtliche Helfer sind häufig überlastet und müssen teilweise finanzielle, gesellschaftliche oder private Nachteile in Kauf nehmen. Die Zunahme an beruflichen und privaten Aufgaben und Verantwortungen tut dann ihr Übriges, so dass immer weniger Menschen bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren. Gerade ältere Menschen werden durch die schlecht ausgebaute Infrastruktur in ländlichen Regionen auf vielen Gebieten benachteiligt und haben einen erhöhten Bedarf an „Nachbarschaftshilfe“.

Fehlendes Engagement kann zum „Sterben“ vieler alteingesessener Vereine führen und zu einer Schieflage ganzer Organisationsstrukturen. Es ist mehr als traurig, wenn hierdurch ganze Ortschaften „veröden“ oder jahrzehntelang gewachsene Gemeinschaften zerstört werden, aber wenn ältere Menschen ihren Arzt nicht mehr aufsuchen können oder die Feuerwehr oder das THW ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen können, wird das zu einem echten Problem. Das Ausrücken einer Freiwilligen Feuerwehr oder einer anderen ehrenamtlichen Hilfsorganisation führt zwar weder für die Kommune noch für den Hilfesuchenden zu direkten Kosten, dafür aber für die Arbeitgeber, die Volkswirtschaft im Allgemeinen und zuletzt auch für die Feuerwehrleute selbst. Hinzu kommt noch ein Sicherheitsrisiko durch zum Einsatzort fahrendes Feuerwehrpersonal und anfahrende Einsatzfahrzeuge. Eine Mitgliedschaft in einer dieser Organisationen und das Ausüben eines Berufes bzw. eines Privatlebens dürfen sich nicht mehr gegenseitig fast ausschließen.

Vorschlag im Detail

Besetzung der bereits vorhandenen Lotsenstelle des Weitblickbüros (Träger: Oberbergischer Kreis) in Bielstein, Bechstraße 7.
http://www.gemeinsam-in-oberberg.de/

Die Aufgabe des Lotsen besteht in der Ermittlung von Angebot und Nachfrage. In der weiteren Arbeit baut der Lotse eine Ehrenamtsbörse auf, durch Sprechstunden und online. Eine weitere Aufgabe des Lotsen sollte die Vernetzung der Vereine und Institutionen sein. Unser Bürgervorschlag für die Stadt Wiehl ist:

1. Besetzung, Unterstützung und Bekanntmachung der bereits bestehenden Lotsenstelle in Bielstein

2. Federführung bei der Bildung eines Vereins und Institutionennetzwerks

3. Anreize für alle Ehrenamtler schaffen, nicht nur die Vorstände - "Ehren" aber nicht entlohnen

Für die BOS Organisationen wird ein bereits bestehendes Konzept eingereicht.

Pro und Contra

Pro Contra

Umsetzung

Die Umsetzung ergibt sich im Wesentlichen aus dem Vorschlag im Detail weiter oben. Für eine ausführliche detaillierte Beschreibung reichen die 2000 Zeichen nicht aus.

Bürgerpate/Bürgerpatin

Johannes Schappe

Aktueller Stand

[Aktualisierung 1. September 2015] Am 31. August 2015 wurde die Ehrenamtsinitiative Weitblick, des Oberbergischen Kreises, vorgestellt. Ziel ist es nun im Idealfall mehrere Losen zu finden, die die Aufgabe gemeinsam übernehmen und mit deren Hilfe Menschen für neue spannende Projekte zum Wohle der Wiehler Bevölkerung gewonnen werden können. Zwei Interessierte haben sich am 1. September 2015 bereits gemeldet.

[Aktualisierung 21. April 2015] In der Sitzung des Ausschusses für Soziales und Senioren am Mittwoch kann die Vorstellung des Projektes „Weitblick“ leider NICHT stattfinden, da die Referentin erkrankt ist. Wir werden nun aber nicht bis zum nächsten Ausschuss im Herbst warten, sondern einen gesonderten Termin zur Vorstellung des Projektes suchen und finden. Sobald dieser feststeht erfolgt die Einladung.

[Aktualisierung 15. April 2015] Bei den Bürgervorschlägen „Miteinander Leben/Haus des Ehrenamtes/Sicherung und Verbesserung ehrenamtlicher Organisationen und Strukturen“ ist vereinbart, dass im nächsten Ausschuss für Soziales und Senioren über das Weitblick-Projekt berichtet wird. Dieses Projekt sieht sog. „Lotsen“ vor. Diese Lotsen haben genau die in den Bürgervorschlägen beschriebenen Aufgaben. Nun steht zu hoffen, dass viele sich im Projekt „Weitblick“ einklinken und zu Lotsen ausbilden lassen. Die Sitzung des Ausschusses für Soziales und Senioren findet am 22. April um 17 Uhr in den Räumen des Johanniter-Hauses in der Homburger Straße statt.

Nächste Schritte

s. oben