Integration - Neubürgerinnen und Neubürger Wiehls besser integrieren

Kernbotschaft

Der Start in einer neuen Umgebung ist oftmals nicht leicht. Mal liegt es an der Sprachbarriere, mal am "verschlossenen" Oberberger, mal am fehlenden Selbstbewusstsein des Neubürgers oder der Neubürgerin, mal an eingeschworenen Cliquen oder Vereinen, in denen man nicht so leicht Aufnahme findet.

Begründung

Es wird bemängelt dass viele Neubürgerinnen und Neubürger keine Informatio-nen über die Vereine und deren Aufgaben oder Ansprechpersonen erhalten.

Wenn sich Neubürger und Neubürgerinnen auf dem Einwohnermeldeamt anmelden, sollte nachgefragt werden ob deren persönliche Daten an Vereine weitergegeben werden dürfen und wenn ja, sollten die informierten Vereine kurzfristig auf die Neubürger zugehen oder diese anschreiben, um sie zu einer Mitgliedschaft zu bewegen, wobei auf den besonderen Bedarf von THW und die FFW bevorzugt hingewiesen werden sollte.

Wünschenswert wären in den einzelnen Dörfern bzw. Ortsteilen ehrenamtliche Helfer, die sich in Form eines Paten oder einer Patin als Ansprechperson für beide Seiten zur Verfügung stellen. Hier könnte eine beiderseitige Vermittlung erfolgen, ohne eine Wertung vorzunehmen.

Ansonsten wird dazu aufgefordert, den Neubürgern immer wieder Hilfe anzubieten, auch wenn diese zunächst abgelehnt wurde.

Vorschlag im Detail

Um die Stadt Wiehl bei dem Thema Integration ins Leben der Stadt Wiehl voran zu bringen, wird vorgeschlagen, eine Gruppe zur Förderung von Partner- oder Patenschaften zu gründen und die Ehrenamtler allgemein mehr zu unterstützen (zum Beispiel Ehrenamtskarte, Räumlichkeiten und so weiter).

Wir wollen damit erreichen, Unser Vorschlag setzt auf folgende Bausteine:

Pro und Contra

Da sich viele Mitbürgerinnen und Mitbürger scheuen, einfach in einen Verein einzutreten, sollten die Vereine diese ansprechen oder anschreiben, um ihnen den Verein näherzubringen und Kontakte zu knüpfen.

Natürlich ist es vorab erforderlich, von Seiten der Stadt nachzufragen, ob eine Kontaktaufnahme durch einen Verein überhaupt gewünscht wird, denn dies würde die Herausgabe von persönlichen Daten zur Folge haben.

Falls dies erlaubt wird, sollte vordringlich auf den Bedarf von Technischem Hilfswerk (THW) und Freiwilliger Feuerwehr (FFW) hingewiesen werden, ohne jedoch die anderen Vereine auszuschließen, da ja nicht alle zu Arbeiten bei THW oder FFW in der Lage sind. Sowohl körperliche oder gesundheitliche als auch berufliche Dinge können einem Einsatz dort entgegen stehen und müssen berücksichtigt werden.

So können zum Beispiel Behinderungen oder Alter Gründe für den Anschluss an einen anderen Verein sein, in dem die speziellen Anforderungen oder Bedürfnisse besser berücksichtigt werden können.

Die Einbeziehung von "Dorfpaten" für Wiehler Neubürger und Vereine wäre möglicherweise eine gute Alternative. Sollte es zu dieser Einrichtung mit regelmäßigen abendlichen "Sprechstunden" kommen, wären unter Mithilfe der Stadtverwaltung entsprechende Räumlichkeiten zu organisieren.

Wünschenswert wäre zur Organisation dieser ehrenamtlich Helfenden oder Paten die Gründung einer Organisation, die freiwillige Meldungen von ehrenamtlichen Helfern koordiniert und darüber hinaus geeignete Mitbürgerinnen und Mitbürger gezielt auf Mithilfe anspricht.

Umsetzung

Für die Umsetzung der obigen Gedanken sind sehr viel Eigeninitiative im Umfeld aller BürgerInnen erforderlich. Das heißt, jeder sollte seinem Nachbarn usw. immer wieder Hilfe anbieten. Wie beispielsweise eine Tasche zu tragen, ein Formular auszufüllen oder jemanden zum Arzt zu bringen oder zu begleiten, auch wenn dies zuvor schon einmal abgelehnt worden ist. Denn bei jedem können sich die individuellen Lebensumstände jederzeit ändern und viele Menschen trauen sich nicht, um Hilfe (egal welcher Art) zu bitten.

Die Stadt sollte jedem Neubürger bei seiner Anmeldung eine Liste geben (nicht nur auf das Internet hinweisen), in der alle Vereine mit Ansprechpersonen und der Art des Vereins aufgeführt sind.

Dieses Vereinsverzeichnis sollte jährlich aktualisiert werden, worauf natürlich die Vereine achten sollten und die Daten aktuell halten sollten.

Dazu könnte jeder Verein eine kurze Beschreibung der Interessen- oder Aufga-benstellung an die Stadt weiterleiten inklusive der Höhe der Mitgliedsbeiträge, damit sich Interessenten ein konkretes Bild über die Kosten machen können.

Außerdem müssten für jeden Verein Räumlichkeiten für Treffen wie Jahreshauptversammlungen (die ja für jeden Verein verpflichtend sind) oder ähnliche zur Verfügung gestellt werden, die auch Behinderten die Teilnahme ermöglichen.

So sind z. B. die Räume der OASe für kleinere Gruppen durchaus geeignet und zu empfehlen. Eine mögliche Erweiterung und Umbau des Zunftstübchens soll vielleicht erst 2016/2017 erfolgen und ist darum für den VdK Wiehl (mit derzeit 450 Mitglie-dern), der dort seinen Treffpunkt hat, sehr unbefriedigend.

Weitere Internetauftritte wie dieses BürgerForum sollten, falls sie noch einmal durchgeführt werden, besser erklärt werden und leichter zu Handhaben sein. Viele Mitbürger hätten gern daran teilgenommen, wussten jedoch nicht wie sie das BürgerForum bedienen sollten, was ungewollt zu einer Ausgrenzung geführt haben könnte.

Bürgerpate/Bürgerpatin

Kerstin Hoffmeister

Aktueller Stand

Bericht im Ausschuss für Kultur und Denkmalschutz im Frühjahr 2015

Nächste Schritte

s. oben

Ansprechpartner/Ansprechpartnerin

Hans-Joachim Klein, Fachbereich 3, Telefon: 02262 99-210, E-Mail: h-j.klein@wiehl.de