Jugend und Alte gehören zusammen - Bürgervorschlag zur generationsübergreifenden Neugestaltung von Freizeitaktivitäten

Kernbotschaft

Wiehl soll im Freizeitbereich für alle Altersgruppen attraktiv bleiben. Dazu ist eine Modernisierung und Umgestaltung vorhandener Angebote im öffentlichen Raum, sowie das Schaffen neuer Freizeitattraktivitäten nötig.

Begründung

Wie in allen Lebensbereichen verändert sich auch das Freizeitverhalten im Laufe von Jahren innerhalb unserer Gesellschaft. Auf diese Veränderungen muss eine Reaktion im Sinne einer Modernisierung und Anpassung von Angeboten im öffentlichen Raum erfolgen.

So ist im Laufe der Zeit beispielsweise der Minigolfplatz sehr "in die Jahre" ge-kommen. Durch die Ausstattung der Fußballstadien mit Kunstrasenplätzen fehlt der Bolzplatz, der allen jederzeit zugänglich ist.

Die steigende Zahl der sportlichen und bewegungsfreudigen älteren Mitbürger benötigt ein entsprechendes öffentliches Angebot ebenso, wie die modernen Bewegungsinteressen der Jugend (zum Beispiel Downhill, Skaterpark, Slackline).

Vorschlag im Detail

Um die Stadt Wiehl bei dem Thema Freizeit im öffentlichen Raum voran zu bringen, schlagen wir vor, den Wiehlpark umzugestalten und dort: Ein weiterer Vorschlag zur Belebung des Wiehlparks ist die Nutzung als "Essbare Stadt". Dort heißt es: „Pflücken erlaubt“ statt „Betreten verboten“. Die Stadtverwaltung lässt überall Nutzpflanzen anbauen und jeder darf sich bedienen. Das Projekt könnte von Stadt, Bürgern und Paten gemeinsam durchgeführt werden.

Zudem schlagen wir vor, ein Stadtfest unter dem Motto "Jung und Alt" zu etablieren. Dies müsste von Wiehlern für Wiehler organisiert sein. Um ein generationsübergreifendes Fest zu gestalten, müssten verschiedenste Institutionen vom Kindergarten über die Schulen bis zum Altenheim, sowie die Vereine und Dorfgemeinschaften mit ins Boot geholt werden. Was am Weltkindertag für die Kleinsten seit Jahren gut funktioniert, sollte doch auch in diesem Rahmen möglich und machbar sein.

Pro und Contra

Einerseits ist es schwierig, einen Treffpunkt für jung und alt zu kombinieren. Für Jugendliche wäre zum Beispiel wichtig, WLAN und bezahlbare Getränke und Snacks zu bekommen. Eventuell Dart, Billiard, Kicker ohne Gebühr. Am wichtigsten ist aber sicher der Betreiber und das Konzept. Zum Beispiel Happy Hour - Zwei Getränke zum Preis von einem. Es sollte etwas sein, das attraktiver ist, als sich beim Rewe günstig Alkohol zu kaufen und sich dann am Busbahnhof, im Kurpark und so weiter zu treffen.

Doch ist auch ein kombinierter Treffpunkt für jung und alt vorstellbar. Das CU mit Tanzschule war am Schluss eigentlich auf dem richtigen Weg. Aber es muss eine Gegend gefunden werden, wo nicht um 22:00 Uhr absolute Ruhe herrschen muss, weil Leute schlafen wollen. Eine Außengastronomie oder Sitzmöglichkeiten draußen sind sehr wichtig und geht in anderen Städten auch.

Die Idee mit Happy Hour und billigen Getränken ist schön, aber es muss sich auch für den Pächter rechnen, ansonsten ist er gleich wieder weg oder pleite. Die Sache ohne Gebühr für Dart, Billiard und so weiter geht nur, wenn die Geräte von der Stadt gestellt und gewartet würden und dies wird nicht zulässig sein, wenn ein "Freier Pächter" die Sache führen soll. Eine Kombination aus Gastronomie, Spiel, "Disco" und Tanzen (dieser Bereich keine Disco, sondern unter Führung einer Tanzschule) wäre wünschenswert und so würde man alle Generationen wieder anziehen.

Umsetzung

Sowohl die Umgestaltung des Wiehlparks als auch die Öffnung des Stadions für die Allgemeinheit werden als wichtiges Anliegen immer wieder genannt. Ein attraktiver Wiehlpark sowie eine attraktive Sportstätte für Jung und Alt sind grundlegend wichtig für die Attraktivät der Stadt Wiehl.

Die Umsetzung, das Stadion wieder für die Allgemeinheit zugänglich zu machen, dürfte sicher kein hoher finanzieller oder personeller Aufwand sein. Sie müsste aber mit Schulen und Sportvereinen abgestimmt werden, damit diese weiterhin das Stadion störungsfrei nutzen können; zum Beispiel könnten Nutzungszeiten der Sportflächen außerhalb der Schul- und Vereinszeiten öffentlich gemacht werden (Aushang am Stadion oder im Internet).

Eine weitere Maßnahme wäre die Vermeidung der Verschmutzung durch Hundekot, wie es häufig in der Vergangenheit vorkam. Hier könnte man zum Beispiel "Hundetüten"- Spender aufstellen.

Gegen die fahrlässige oder mutwillige Verschmutzung der Sportanlage durch Müll, Glasscherben oder Vandalismus helfen zum einen Wachsamkeit durch alle Nutzer, aber sicher auch regelmäßige Kontrollen durch Ordnungspersonal, auch Polizei. Das gilt sicher genauso für den Wiehlpark. Das Stadion könnte nachts weiterhin auch abgeschlossen werden.

Die Umgestaltung des Wiehlparks ist erheblich aufwändiger als die Öffnung des Stadions. Beginnen kann man sicher damit, dass die vorhandenen Angebote (z.B. Grünanlagen, Kiosk, Minigolf) ordentlich "in Schuss gehalten" werden.

Für die Umsetzung neuer Gestaltungsideen könnte man für verschiedene Angebote (siehe Vorschlag im Detail) jeweils einen oder mehrere Paten gewinnen. Die Aufgaben der Paten würden sich über finanzielle Unterstützung als auch praktische Mitarbeit erstrecken.

Selbstverständlich muss geklärt werden, welche finanziellen Mittel die Stadt, der Kreis oder das Land Nordrhein-Westfalen beisteuern.

Bürgerpate/Bürgerpatin

Gabriele von Blücher und Arnfried Berndt

Aktueller Stand

1. Umgestaltung Wiehlpark, essbare Stadt
Einladung zu einem Workshop im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts Wiehl in 2016

2. Öffnung Stadien
Bericht im Ausschuss für Sport, Freizeit und Grünflächen und Betriebsausschuss FSW im Frühjahr 2015

Nächste Schritte

1. Umgestaltung Wiehlpark, essbare Stadt
s. oben

2. Öffnung Stadien
s. oben

Ansprechpartner/Ansprechpartnerin

1. Umgestaltung Wiehlpark, essbare Stadt
Hans-Joachim Klein, Fachbereich 3, Telefon: 02262 99-210, E-Mail: h-j.klein@wiehl.de

2. Öffnung Stadien
Peter Madel, Fachbereich 3, Telefon: 02262 99-208, E-Mail: p.madel@wiehl.de