Sanierung der Mühlenbrücke beginnt

(10. November 2025) Mit einer Vollsperrung beginnt am 17. November 2025 die Ertüchtigung der historischen Mühlenbrücke. Das Bauwerk aus dem Jahr 1650 kann künftig bis zu 30 Tonnen Gewicht tragen.
Die historische Mühlenbrücke erhält eine neue Betonschicht und wird rundum saniert. Foto: Stadt WiehlDie historische Mühlenbrücke erhält eine neue Betonschicht und wird rundum saniert. Foto: Stadt Wiehl Im Zuge der Arbeiten wird der Kern der Brücke mit Beton aufgefüllt – was für eine Optimierung der Lastenverteilung sorgt. Im Anschluss erhält die Betonschicht eine Abdichtung, auf die dann das Natursteinpflaster für die Fahrbahndecke gelegt wird. Mit dem Austausch beschädigter Steine, dem Entfernen des Bewuchses sowie der Neuverfugung erfährt auch das Außenmauerwerk eine umfangreiche Sanierung.

Nach der Ertüchtigung kann die alte Brücke künftig deutlich größere Lasten tragen: Lag die Belastungsgrenze bislang bei fünf Tonnen, steigt sie demnächst auf 30 Tonnen. Somit ist das Bauwerk für die Zukunft gerüstet. Im Vorfeld mussten umfangreiche Untersuchungen durchgeführt werden. Bereits Anfang dieses Jahres war die Oberfläche der denkmalgeschützten Brücke abgetragen worden. Eine Spezialfirma hat das gesamte Bauwerk in einem 3D-Scan aufgemessen und Probebohrungen zur Bestimmung der Bausubstanz durchgeführt.

Im Auftrag der Stadt Wiehl war das Fachbüro Doser Kempen Krause Ingenieure aus Aachen mit der Sanierungsplanung beauftragt; dort wurde die jetzt gewählte Variante mit Blick auf die Erhöhung der möglichen Traglast entwickelt – die im Einklang mit dem Denkmalschutz steht.

Während der Bauarbeiten bleibt die Brücke für Autos und Fußgänger gesperrt. Frühestens Ende März 2026 kann sie wieder zu Fuß überquert werden. Die Freigabe für Fahrzeuge ist für Juli 2026 geplant, wenn auch die Gesamtmaßnahme fertiggestellt sein soll. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, hängt auch vom Winterwetter ab. Die Erreichbarkeit der Häuser ist gewährleistet.