Soccer Court: Ort für Sport und Gemeinschaft

(2. Juni 2026) Mit einem kleinen Sportfest ist am Samstag die Anlage rund um den Soccer Court in Drabenderhöhe offiziell eröffnet worden. Die Bandbreite reichte vom Weitsprung-Wettbewerb bis zur Street Art.
Zum kleinen Eröffnungs-Sportfest gehörte ein Weitsprungwettbewerb für Kinder und Erwachsene, durchgeführt von Aktiven des BV 09 Drabenderhöhe. Fotos: Christian MelzerZum kleinen Eröffnungs-Sportfest gehörte ein Weitsprungwettbewerb für Kinder und Erwachsene, durchgeführt von Aktiven des BV 09 Drabenderhöhe. Fotos: Christian Melzer Bürgermeister Ulrich Stücker sprach zur Begrüßung von einer „tollen Sport- und Freizeitachse“, die entstanden ist: Der Soccer Court liegt gleich neben dem Sportplatz, dessen neuer Kunstrasen am Sonntag sein erstes Spiel erlebte. „Die Stadt hat viel Geld in Drabenderhöhe investiert“, zog der Bürgermeister Bilanz und blickte auf Projekte wie das Stadtteilhaus, den Nösnerlandpark und den Spielplatz Kronstädter Gasse zurück. Auch zum Kunstrasen leistete die Stadt mit 130.000 Euro ihren Beitrag.

Den seit März dieses Jahres nutzbaren Soccer Court lobte Ulrich Stücker nicht nur als einen Ort für vielfältige sportliche Betätigung, sondern ebenso als Platz für Begegnung, Kommunikation und Gemeinschaft. Er wies zudem auf den umfangreichen Beteiligungsprozess hin, dessen wesentliche Erkenntnisse in die Planung der Anlage eingeflossen sind. Vor allem Kinder und Jugendliche hatten sich in den Prozess eingebracht und Wünsche geäußert. Bürgermeister Ulrich Stücker eröffnete den Soccer Court offiziell, unterstützt von (v. l.): Udo Kolpe, stellv. Vorsitzender Sportausschuss, Erster Beigeordneter Peter Madel, Andreas Zurek vom städtischen Fachbereich Hochbau, Nicole Woberschal vom Fachbereich Sport und dessen Leiter Tim Vogel.Bürgermeister Ulrich Stücker eröffnete den Soccer Court offiziell, unterstützt von (v. l.): Udo Kolpe, stellv. Vorsitzender Sportausschuss, Erster Beigeordneter Peter Madel, Andreas Zurek vom städtischen Fachbereich Hochbau, Nicole Woberschal vom Fachbereich Sport und dessen Leiter Tim Vogel. Im Ergebnis bietet die Fläche nicht nur das Kleinspielfeld des Soccer Courts zum Kicken, sondern darüber hinaus Basketballkörbe, eine Weitsprung-Anlage und ein Calisthenics-Gerät. Außerdem steht die „SportBox“ bereit, mit der unterschiedliche Fitnessgeräte und Bälle ausgeliehen werden können. Bei dem Sportfest zeigte sich dann auch die gesamte Palette an Möglichkeiten, die sich eröffnen. So führte der BV 09 Drabenderhöhe einen Weitsprung-Wettbewerb durch, bei dem die Kinder für ihre Weitsprünge kleine Preise und Urkunden erhielten; bei den Großen wurden die weitesten Sprünge von Männern und Frauen ausgezeichnet.

Bei strahlendem Sonnenschein stand auch die Calisthenics-Anlage im Fokus. Die darauf spezialisierte Trainerin Monique König zeigte Tipps und Tricks rund um die Fitness an den Stangen und lud alle zum Ausprobieren ein – vom kleinen Knirps bis zum älteren Erwachsenen. Natürlich rollten auch die Bälle im eingefassten Kleinspielfeld. Dazu sorgten die Aktiven des BV 09 für Getränke und Snacks und der Förderverein der Grundschule Drabenderhöhe backte Waffeln für den guten Zweck. Ein Anziehungspunkt des Soccer Court: die Calisthenics-Anlage.Ein Anziehungspunkt des Soccer Court: die Calisthenics-Anlage. Abseits des Sports zog Street Art die Blicke auf sich: Künstler Matthias Furch alias Bombye hatte im Vorfeld gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aus dem Jugendzentrum Drabenderhöhe eine XXL-Graffitiwand gestaltet, die jetzt die Anlage ziert. Für die Kosten des Workshops war die Wiehler Sozialstiftung aufgekommen. Wer wollte, konnte sich unter Anleitung selbst künstlerisch mit Sprühfarbe ausprobieren und an der Wand verewigen. Street-Art-Künstler Bombye lud dazu ein, sich an Sprühfarben zu versuchen.Street-Art-Künstler Bombye lud dazu ein, sich an Sprühfarben zu versuchen. Der Dank von Bürgermeister Ulrich Stücker galt allen an dem Projekt Beteiligten, darunter dem Stadtrat, dem Stadtsportverband, den Vereinen und dem Team im Rathaus. Besonders hob er Andreas Zurek hervor, den langjährigen Leiter des städtischen Hochbau-Fachbereichs, der jetzt das Rentenalter erreicht hat. Er bleibe der Stadt stundenweise für das Projekt Gymnasium erhalten und erhielt lobende Worte. „Andreas Zurek hat jahrzehntelang mit viel Energie und Enthusiasmus die Projekte vorangetrieben“, so der Bürgermeister, „er war der Mann für alle Fälle.“

Die Investition in Höhe von 483.000 Euro für den Soccer Court ist im Wesentlichen aus der Stadtkasse bestritten worden. Zur Calisthenics-Anlage hat die Sparkassen-Stiftung für das Homburger Land 20.000 Euro beigetragen, die rund 20.000 Euro teure SportBox wurde durch den Stadtsportverband Wiehl angeschafft; den Großteil der Kosten daran hat die Wiehler Sozialstiftung mit knapp 13.700 Euro geleistet.

Bauleiter Basti Irle vom planenden Ingenieurbüro Donner und Marenbach schaute erfreut auf den neu gestalteten Bereich. „Wir sind happy mit dem Ergebnis“, sagte er und hatte als Präsent weitere Bälle im Gepäck. Mit Blick auf die Zukunft äußerte Ulrich Stücker einen Wunsch an alle Nutzerinnen und Nutzer des Soccer Courts: „Wir wollen viele Jahre Spaß mit der Anlage haben, von daher bitte ich alle, sie so zu benutzen, dass auch kommende Generationen ihre Freude daran haben können.“

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