Ärztliche Versorgung im Fokus der Stadt

(28. August 2025) Lücken in der ärztlichen Versorgung aktiv entgegentreten: Dieses Ziel verfolgt die Stadt Wiehl, indem Sie Ärztinnen und Ärzten auch finanzielle Starthilfe anbietet. Bereits viermal waren die Anstrengungen erfolgreich.
Seit April praktiziert Daniel Held, Facharzt für Innere Medizin (r.), im Wiehler Zentrum; Bürgermeister Ulrich Stücker lieferte Unterstützung und freut sich über den weiteren Hausarzt. Foto: Stadt WiehlSeit April praktiziert Daniel Held, Facharzt für Innere Medizin (r.), im Wiehler Zentrum; Bürgermeister Ulrich Stücker lieferte Unterstützung und freut sich über den weiteren Hausarzt. Foto: Stadt Wiehl Die Zukunft des Gesundheitssystems bereitet vielen Menschen Sorge. Vor allem ein drohender oder mancherorts bestehender Ärztemangel ruft Befürchtungen hervor. Besonders für die ländlichen Regionen wird oft ein düsteres Bild gemalt. Die Stadt Wiehl möchte im Rahmen ihrer Möglichkeiten dem Trend gegensteuern. Damit Patientinnen und Patienten weiterhin vor Ort eine gute medizinische Versorgung erleben, engagiert sich Wiehl auch finanziell, um ärztliche Fachkräfte in der Kommune zu halten und neue Ärztinnen und Ärzte für den Standort zu gewinnen.

So ist es jüngst gelungen, einen weiteren Hausarzt von Wiehl zu überzeugen: Seit April 2025 praktiziert Daniel Held als Facharzt für Innere Medizin in den Räumen der Praxis Grüneberg in der Bahnhofstraße. Seitens der Stadt Wiehl konnte er einen Zuschuss von 20.000 Euro als Anschub in Anspruch nehmen – die Summe, die auch den weiteren drei Praxen beim Start geholfen hat. Daniel Held trägt nun seinen Teil dazu bei, die hausärztliche Versorgung sicherzustellen.

Erfolgreich waren auch die städtischen Bemühungen, die dermatologische Facharztpraxis im Wiehler Zentrum zu halten: Nachdem Dr. Klaus Schmitter in den Ruhestand gewechselt ist, hat am 1. Oktober 2024 Romina Pinske als neue Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten die Praxis übernommen. „Ich freue mich darauf, die Arbeit von Dr. Schmitter fortzuführen und Ihnen mit meiner Expertise in der Dermatologie zur Seite zu stehen“, wandte sie sich online an ihre Patientinnen und Patienten.

„Ich halte das für sinnvoll zur Verfügung gestelltes Geld“, sagt Bürgermeister Ulrich Stücker zu den städtischen Zuschüssen an Ärztinnen und Ärzte, „wir möchten als Stadt unser Mögliches tun, um die gute medizinische Versorgung vor der Haustür zu gewährleisten.“ In diese Richtung zielt auch eine Initiative der Verwaltung, die Stadt und Mediziner an einen Tisch bringt. Eine Gesprächsrunde mit Hausärztinnen und -ärzten hat es bereits gegeben. Dabei kamen Erwartungen, Probleme und Wünsche zur Sprache, was die Stadt tun könnte – idealerweise gemeinsam mit dem Oberbergischen Kreis.

Stadtverwaltung und Medizinerinnen und Mediziner wollen weiterhin miteinander im Austausch bleiben; möglicherweise wird der Kreis um die Wiehler Fachärztinnen und -ärzte erweitert. Die Anstrengungen sollen in Zukunft beibehalten und – falls nötig – noch verstärkt werden. „Wiehl hat ein attraktives Umfeld zu bieten, liegt verkehrlich günstig und bietet eine hohe Lebensqualität“, unterstreicht Bürgermeister Ulrich Stücker, „vor diesem Hintergrund habe ich die Hoffnung, dass der Standort in Kombination mit finanzieller Unterstützung auf Ärztinnen und Ärzte anziehend wirkt.“

Ärztinnen und Ärzte, die sich mit dem Gedanken tragen, in Wiehl eine eigene Praxis zu eröffnen und Unterstützung benötigen, sollten sich auf jeden Fall mit der Stadt in Verbindung setzen. Das Angebot reicht über die finanzielle Hilfe allein hinaus. Als Ansprechpartnerin steht Vanessa Nierstenhöfer zur Verfügung, Telefon 02262 99-232, E-Mail: [email protected].