Politik erklärt – in einfacher Sprache

(3. September 2025) „Demokratie vor Ort – Ein Kurs zur Kommunal·wahl in einfacher Sprache“: So heißt das gemeinsam erstellte Angebot von „Wiehl enthindert“ und der VHS Oberberg zur Kommunalwahl am 14. September.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses brachten eine ganze Reihe eigener Fragen in den Workshop ein und entwickelten das neue Angebot. Foto: Wiehl enthindertDie Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses brachten eine ganze Reihe eigener Fragen in den Workshop ein und entwickelten das neue Angebot. Foto: Wiehl enthindert „Wir reden über Politik in einfachen, verständlichen Worten.“ Das ist der Anspruch in den Angeboten der VHS Oberberg und Wiehl enthindert. Für den entwickelten Kurs haben sich an drei Terminen 13 Interessierte getroffen, um mehr über die Kommunalwahl zu erfahren und über kommunale Themen zu sprechen. Am Workshop nahmen Teilnehmende im Alter von 25 bis 75 Jahren aus Wiehl, Nümbrecht und Gummersbach teil.

Geleitet und durchgeführt wurde der Workshop von der VHS-Dozentin Josefine Zwinge. Sie wurde bei der Kursgestaltung und der Gestaltung der Veranstaltung in Leichter Sprache unterstützt durch Maria Lamsfuß vom Projekt Wiehl enthindert. Außerdem waren vier Mitarbeitende der „HBW Heimat. Begleitung. Wohnen. GmbH“ dabei, um den Teilnehmenden eine selbständige Teilnahme zu ermöglichen.

Das Interesse der Kursteilnehmenden war groß. Sie brachten eine ganze Reihe eigener Fragen mit in den Workshop ein, die gemeinsam bearbeitet wurden, etwa: „Was ist Kommunalpolitik?“ oder „Was können Menschen mit Handicap in der Politik machen?“ Darüber hinaus beschäftigten sich die Teilnehmenden mit verschiedenen Ebenen der Politik, um dann zu klären: Worum geht es eigentlich bei der Kommunalpolitik? Wie funktioniert sie? Wie kümmert sich die Stadt Wiehl um Geflüchtete? Was wird für Barrierefreiheit getan?

Der Workshop endete mit einem Besuch einer Ratssitzung in Wiehl. Die Gruppe wurde freundlich von Bürgermeister Ulrich Stücker und den Ratsmitgliedern der Stadt empfangen. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit genutzt, ihre eigenen, im Workshop vorbereiteten Fragen beim Tagesordnungspunkt „Einwohnerfragestunde“ an die Kommunalpolitikerinnen und -politiker zu richten. Bürgermeister und Stadtverwaltung nahmen sich Zeit für Antworten und Rückfragen. Nach der Ratssitzung zogen die Teilnehmenden ein gemeinsames Fazit: „Wir wollen uns weiter mit Politik beschäftigen.“

„Die Kursreihe war ein gelungenes Angebot, um Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhabemöglichkeiten an kommunaler Politik transparenter zu machen. Diese Rückmeldung haben wir auch von den Teilnehmenden erhalten“, zieht Peter Ley, Fachbereichsleiter der VHS Oberberg, ein positives Fazit. Um auch größere Personenkreise nachhaltig die Möglichkeit zu geben, sich in einfacher Sprache über die Kommunalwahl zu informieren, sind in Abstimmung mit den Teilnehmenden aus dem Kurs heraus elf Erklärvideos entstanden.

Die Videos informieren in einfacher Sprache u. a. zu Themen wie „Warum ist Kommunalpolitik wichtig?“ oder „Wählen im Wahllokal“. Sie sind abrufbar über die Webseite von Wiehl enthindert und auch über die Webseite der VHS Oberberg. Die VHS und Wiehl enthindert bedanken sich insbesondere bei der Kursleiterin Josefine Zwinge, bei der „Aktion Mensch“ und dem „Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW“ mit der Förderung „Inklusion vor Ort“, dem Bürgermeister und dem Rat der Stadt Wiehl sowie bei allen Personen, die diesen Kurs möglich gemacht haben.