Den symbolischen Scheck über 500 Euro überreichte der Verwaltungsvorstand mit Peter Madel, Alexandra Noss und Bürgermeister Ulrich Stücker an Christiane Greb und Johannes Wendeler vom Tierschutzverein Oberberg (v. l.). Foto: Christian Melzer
Christiane Greb, die Mitte November gewählte neue Vorsitzende des Vereins, bedankte sich herzlich für die Zuwendung. Gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Johannes Wendeler begrüßte sie Bürgermeister Ulrich Stücker, den Ersten Beigeordneten Peter Madel und Alexandra Noss, stellvertretende Dezernatsleiterin, auf dem Gelände des Tierheims. „Die Spende hilft uns super bei der Anschaffung kleinerer Dinge“, freute sie sich. So könnte der acht Jahre alte Herdenschutzhund Aldrin eine Prothese gebrauchen, die seinen Bewegungsapparat unterstützt.
Tiere wie Aldrin gibt es mehrere in Koppelweide. Seit einiger Zeit hilft eine Tier-Physiotherapeutin dort vierbeinigen Patienten mit körperlichen Beschwerden. Rund 30 Hunde und viele Katzen betreuen die Aktiven des Tierschutzvereins derzeit. Viele der Hunde stammen aus Sicherstellungen oder es handelt sich um sogenannte „Listenhunde“, also um Fälle, in denen Besitzern das Tier entzogen wurde, weil ihnen der Eignungsnachweis zum Halten bestimmter Rassen fehlte. Andere wurden im Tierheim abgegeben oder einfach draußen am Zaun angebunden.
Auch Herdenschutzhund Aldrin wird von der Spende profitieren. Foto: Tierheim Koppelweide
„Man kann Ihre Arbeit nicht hoch genug einschätzen“, sagte Bürgermeister Ulrich Stücker bei der Spendenübergabe mit Blick auf die vielfältigen Aktivitäten der Tierschützer. Auch in diesem Jahr verschickt die Stadt keine Weihnachtskarten, hilft stattdessen gemeinnützigen Organisationen. Die Stadtverwaltung unterstützt den Verein außerdem bei seinen Plänen, das Tierheim auszubauen. „Wir haben für uns gesponnen, was wir gern hätten und dann nach unseren finanziellen Möglichkeiten entschieden, was als nächstes wichtig ist“, erläuterte Christiane Greb.
In diesem Jahr stand die Sanierung des Hundehauses an. So sind die Zwinger neu gestaltet worden und haben neue Böden bekommen. Rund 450.000 Euro hat die Maßnahme gekostet. Auch die Katzenetage im Haupthaus müsste saniert werden. Es gibt aber das Vorhaben, ein komplett neues Katzenhaus zu bauen.
„Zunächst benötigen wir aber ein neues Sozialgebäude für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so die Vorsitzende – die jetzige Situation ließe zu wünschen übrig. All diese Projekte sind mit großen und größeren Investitionen verbunden und müssen hauptsächlich aus Spendengeldern finanziert werden. Natürlich ist auch die Hilfe von Sponsoren willkommen.
Christiane Greb hat aber auch andere Aufgaben auf ihrer Liste. Beispielsweise möchte sie den Kontakt zwischen Tierheimkräften und „Gassigehern“ verstärken, also Freiwilligen, die mit den Hunden Spaziergänge unternehmen. Auch Schulungen für diese Klientel würde sie gern vermehrt anbieten. Und nicht zuletzt sucht der Verein schon länger nach einer Tierärztin oder einem Tierarzt zur Anstellung. Die Aufgaben bleiben also herausfordernd für das Team um die neue Führungsspitze.
Wer das Tierheim finanziell oder ideell unterstützen möchte, kann sich an Christiane Greb wenden: Telefon 02262 970197, E-Mail: [email protected].
