DRK stellt mobile Sanitätsstation vor

(6. Mai 2026) Der Ortsverein Wiehl-Reichshof des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat jetzt seine innovative mobile Sanitätsstation der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Wiehler Sozialstiftung gehörte zu den Förderern.
Zu den Förderern der mobilen Sanitätsstation gehörte auch die Wiehler Sozialstiftung, deren Geschäftsführerin Vanessa Nierstenhöfer (3. v. r.) bei der Präsentation mit den Verantwortlichen von Leader und DRK dabei war. Foto: DRK Wiehl-ReichshofZu den Förderern der mobilen Sanitätsstation gehörte auch die Wiehler Sozialstiftung, deren Geschäftsführerin Vanessa Nierstenhöfer (3. v. r.) bei der Präsentation mit den Verantwortlichen von Leader und DRK dabei war. Foto: DRK Wiehl-Reichshof Die mobile Sanitätsstation ist ein speziell ausgebauter Anhänger inklusive Innenausstattung, medizinischer Einrichtung, Möblierung sowie Folienbeschriftung. Ein sogenannter Mover erleichtert darüber hinaus die Aufstellung und Positionierung der Station erheblich. Dadurch kann sie insbesondere auf Märkten, Festen und Veranstaltungen schnell, sicher und mit geringem personellem Aufwand in Betrieb genommen werden.

Es handelt sich um die erste mobile Einheit dieser Art in der Region, realisiert durch umfangreiche finanzielle Unterstützung im Rahmen des Leader-Programms. Die Gesamtausgaben des Projekts beliefen sich auf circa 84.000 Euro, wobei 79.400 Euro als zuwendungsfähige Kosten anerkannt wurden. Daraus ergab sich eine Leader-Förderung in Höhe von ungefähr 55.600 Euro. Weitere finanzielle Unterstützung erfolgte durch die Wiehler Sozialstiftung, die Sozialstiftung der Kreissparkasse Köln sowie die Gemeinde Reichshof.

Der Projektantrag wurde im April 2024 im Rahmen des dritten Projektaufrufs der Leader-Region Oberberg eingereicht. Frank Herhaus, Vorsitzender des Trägervereins der Leader-Region und Dezernent für Planung, Regionalentwicklung und Umwelt des Oberbergischen Kreises, gratulierte den Projektverantwortlichen Christian Köhn und Claudia Lenk zum erfolgreichen Projekt. Herhaus betonte: „Die Projektvorstellung hat das Gremium der Leader-Region schnell überzeugt, sodass die Förderempfehlung gerne ausgesprochen wurde.“

Ziel der Maßnahme ist es, die medizinische Versorgung vor Ort deutlich zu verbessern. Die mobile Einheit ermöglicht erweiterte Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten für Hilfesuchende und schafft zugleich bessere Arbeitsbedingungen für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Neben klassischen Sanitätswachdiensten kann die Station auch im Bevölkerungsschutz eingesetzt werden, etwa bei Wohnungs- oder Gebäudebränden.

Zusätzlich dient die Station als Aufenthaltsraum für die Sanitäterinnen und Sanitäter. Gerade bei längeren Einsätzen unter schwierigen Wetterbedingungen – etwa an schneereichen Wochenenden rund um das Skigebiet Blockhaus – bietet sie eine wichtige Möglichkeit zum Aufwärmen und zur Regeneration. „Mit der mobilen Sanitätsstation bringen wir medizinische Hilfe genau dorthin, wo sie benötigt wird“, erklärte Christian Köhn, Vorstand und Projektkoordinator des DRK-Ortsvereins Wiehl-Reichshof: „Gleichzeitig verbessern wir die Einsatzbedingungen für unsere ehrenamtlichen Kräfte erheblich.“

Auch Jan Gutowski, Bürgermeister der Gemeinde Reichshof, hob die Bedeutung hervor: „Eine ländliche Prägung bedeutet nicht, dass es dort keine Innovationen gibt und man nicht Vorreiter sein kann.“ Vanessa Nierstenhöfer, Geschäftsführerin der Wiehler Sozialstiftung, und Rosemarie Katzenbach, Referentin der Sozialstiftung der Kreissparkasse Köln, die das Projekt über ihre jeweiligen Sozialstiftungen ebenfalls unterstützten, zeigten sich erfreut über die gute und sinnvolle Verwendung der Fördermittel.

Die überregionale Aufmerksamkeit unterstreicht den Modellcharakter des Projekts: Bereits jetzt haben andere Regionen Interesse bekundet und angefragt, die mobile Sanitätsstation bei Bedarf auszuleihen. Der DRK Ortsverein Wiehl-Reichshof ist eine regionale Untergruppe des Deutschen Roten Kreuzes und im Bereich Rettungsdienst, Sanitätsdienst sowie Katastrophenschutz im Raum Wiehl und Reichshof aktiv.

Das Leader-Programm unterstützt als Teil der europäischen Strukturpolitik gezielt Projekte zur Entwicklung des ländlichen Raums und fördert innovative, regional verankerte Lösungen wie die mobile Sanitätsstation in Reichshof. Mehr dazu unter 1000-doerfer.de.