Buntes Leben herrschte bei dem Aktionstag vorm Treffpunkt Inklusion Im Weiher. Fotos: Christian Melzer
Der 2. Mai 2026 stand im Zeichen von Menschenrechten, Teilhabe und Selbstbestimmung. Zu der Veranstaltung am „Treffpunkt Inklusion“ Im Weiher kamen bei bestem Frühlingswetter rund 200 Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammen und gestalteten den Tag aktiv mit. Sie alle setzten ein klares Statement: Die eingeforderten Rechte bilden keine Selbstverständlichkeit – sie müssen sichtbar gemacht, eingefordert und nachhaltig gestärkt werden.
Unter anderem zu diesem Zweck öffnete sich den Gästen ein „Markt der Möglichkeiten“ mit buntem Programm. Dazu gehörte eine Plakatausstellung zum Thema „Kein Platz für Ausgrenzung", die die dazugehörige „Bank gegen Ausgrenzung“ auf ihrer Reise im vorigen Jahr eindrucksvoll in in Szene setzte. Zudem präsentierte der Gummersbacher Bildhauer Roland Glatz-Wieczorek seine Skulptur „Du-Ich-Wir“, die er aus einem heimischen Eichenstamm von rund 1,4 Metern Durchmesser gearbeitet hat. Im Rahmen einer Mitmach-Kunstaktion konnten die Besucherinnen und Besucher ihrer Kreativität Ausdruck verleihen.
An verschiedenen Ständen informierten Projektbeteiligte und Initiativen über ihre Arbeit.
Darüber hinaus informierten Projektbeteiligte von „Wiehl enthindert“ und weitere Organisationen über ihre Arbeit, Ziele und Erfahrungen. Dazu gehörten die AG Barriere-Check, die OASe, die offenen Angebote der Lebenspfade Oberberg, das Ehrenamt für Alle, die Theodor-Fliedner-Stiftung, der Leseclub für Alle, der Werkstattrat der BWO GmbH, der Beirat der HBW GmbH sowie das Team Asyl der Stadt Wiehl.
Die Projektkoordinatorinnen von „Wiehl enthindert“, Maria Lamsfuß und Astrid Wollenweber, schilderten für alle verständlich die Herausforderungen, mit denen Menschen mit Einschränkungen im Alltag konfrontiert sind. Ihr Ziel: das Bewusstsein stärken, zur aktiven Mitgestaltung einladen und gemeinsam Inklusion sichtbar machen. Pauline Schramm, Wiehlerin und Teilnehmerin der AG Barriere-Check des Projekts, war mit dem Rollstuhl am Aktionstag vor Ort. „Wiehl enthindern bedeutet, dass es für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sehr wichtig ist, sich selbstständig zurechtfinden und nicht auf ständige Hilfe angewiesen zu sein“, sagte sie.
Bürgermeister Ulrich Stücker betonte die Wichtigkeit der Ziele des Projekts „Wiehl enthindert“.
Bürgermeister Ulrich Stücker und der Erste Beigeordnete der Stadt, Peter Madel, unterstrichen die Wichtigkeit des Projekts und zollten allen Aktiven Respekt für ihren Einsatz. Gleichzeitig betonten sie die Bereitschaft der Stadtverwaltung, die Initiativen weiterhin zu unterstützen. Der Aktionstag zeigte einmal mehr, dass Inklusion kein Selbstläufer ist. Es braucht Menschen, die hinsehen, die Barrieren benennen und die gemeinsam an Lösungen arbeiten – idealerweise unter dem Dach von „Wiehl enthindert“, dem Kooperationsprojekt des Vereins Lebenspfade Oberberg und der Stadt Wiehl. Gemeinsam setzen sie sich für mehr Teilhabe, Barrierefreiheit und ein inklusives Miteinander in Wiehl ein. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW sowie die Aktion Mensch.
