Erneut wurde das Schild des Behinderten-Parkplatzes an der Turnhalle Marienhagen aus der Verankerung gerissen. Foto: Stadt Wiehl
Derzeit ist der Parkplatz nicht durch ein Schild mit dem Rollstuhlsymbol als Zusatzzeichen gekennzeichnet. Stattdessen wurde auf dem Asphalt eine entsprechende Markierung aufgebracht. Ein Täter oder eine Täterin konnte bislang nicht ermittelt werden. Hinweise nehmen die Polizei unter Tel. 02261 81990 sowie der Bauhof der Stadt Wiehl unter Tel. 02262 2313 entgegen.
Diese Form des Vandalismus stellt Menschen mit Behinderung vor echte Probleme: Die Parkfläche auf dem Parkplatz Zum Böckelte ist durch ein fehlendes Schild nicht eindeutig erkennbar. Somit kann es passieren, dass dort jemand ohne Behindertenausweis parkt. Was für Betroffene bedeutet, dass sie woanders parken müssen – unter Umständen so weit entfernt, dass es für sie aufgrund einer Behinderung nicht infrage kommt. Die barrierefreie Parkmöglichkeit an der Turnhalle wird ihnen also genommen.
Ohne Schild ist die Stellfläche zudem rechtlich nicht eindeutig ausgewiesen. Betroffene riskieren im Zweifel sogar ein Knöllchen. Letztlich belastet dieser Vandalismus auch den städtischen Haushalt und führt dazu, dass immer wieder Steuergeld ausgegeben werden muss, um das Schild zu ersetzen. Inklusion kann nicht gelingen, wenn mutwillige Zerstörung an dieser Stelle verhindert, Barrieren abzubauen – so die Aussage des Projekts „Wiehl enthindert“ zu diesem Fall.
Der Verein Lebenspfade und die Stadt Wiehl haben sich mit dem Projekt gemeinsam auf den Weg gemacht, Teilhabe zu ermöglichen. „Doch genau an dieser Stelle, an diesem einen Parkplatz, machen es Vandalen unmöglich, diesen Anspruch einzulösen“, sagt die städtische Projektverantwortliche Astrid Wollenweber – und appelliert an Einsicht und Vernunft.
