Plakat: FSW
Von 11:00 bis 18:00 Uhr finden die Besucherinnen und Besucher zahlreiche Stände von Aktiven, die sich im Zusammenhang mit der Natur engagieren, zum Beispiel die Biologische Station Oberberg, die Kreisjägerschaft und die BWO Bilden Wirken Oberberg. Die Greifvogelstation Hellenthal stellt den ganzen Tag über ihre Tiere mit Flugschauen vor. Außerdem fertigen mehrere Carving-Künstler dauerhafte Erinnerungen in Form von Bänken mit Tiermotiven. Abwurfstangen von Rot- und Damwild werden als kunstvoll bearbeitete Gebrauchsgegenstände angeboten. Zur Stärkung gibt es neben Gegrilltem vom Wild auch vegetarische Speisen.
Für die Erstklässler, die im Rahmen des „Waldpädagogischen Zentrums“ heimisches Wild kennengelernt und an der Aussaat von mittlerweile an die 400 Bäumen mitgewirkt haben, stellt das Fest eine Möglichkeit dar, das Erfahrene an die Eltern weiterzureichen. Möglicherweise werden diese Kinder später einmal mit ihrem eigenen Nachwuchs den Wildpark besuchen gehen und sagen: „Hier war ich schon als Kind.“
Genau diese Aussage ist im Gespräch mit Gästen des Wildparks oft zu hören. Auch nach der Wiedereingliederung von Pfauen voriges Jahr erinnerten sich viele an frühere Zeiten. Mit gut durchdachter Infrastruktur zur Versorgung der Tiere besteht der Park heute nahezu unverändert. Arbeitserleichterungen wie die Wasserversorgung aller Gatter, die Anpassung an das Einlagern von Rundballen als Winterfutter der Wiederkäuer oder Unterstände passen den Wildpark heutigen Ansprüchen an.
Dennoch wirkt die Anlage immer wieder frisch und neu mit ihren wechselnden Tierbeständen. Bei regelmäßigen Besuchen können die Tiere im Einzelnen kennengelernt und ihre Entwicklung beobachtet werden. Das macht das Lebendige des in der Trägerschaft der FSW stehenden Parks aus, der vielfach als Gegenpol zur hektischen, sich schnell verändernden Welt genossen wird.
Beim Wildparkfest wird es außer Aktionen und Unterhaltung auch viele Informationen rund um die Natur geben. Foto: FSW/Anne Bange
Doch nicht nur Erholung und Unterhaltung hat der Park zu bieten. Durch vielfältige Bewegungsangebote bietet er jungen Menschen Gelegenheiten zum Klettern, Balancieren oder kreativem Bau von Tipis und damit Möglichkeiten, eigene Fähigkeiten und Interessen zu erkunden. An diese Interessen knüpft der Wildpark heute als Lernort mit dem überarbeiteten Waldklimapfad für ältere und dem neuen Waldpädagogischen Zentrum für jüngere Menschen an.
Durch den Besuch aller Wiehler Erstklässler, bei dem sie die Entwicklung von Bäumen durch die Aussaat von Eicheln in Pflanztöpfen unterstützen, wird der Grundstein für ein dauerhaftes Interesse an der Natur gelegt. In jedem folgenden Jahr ihrer Zeit als Grundschulkinder erleben sie die Entwicklung ihrer Bäume und der Wildtiere bei jedem Besuch – und legen einen Teil der Grundlagen für die nächsten 60 Jahre Wildpark Wiehl.
