Das Team der Praxis Dr. Elke Alberts freut sich über die erfolgreiche Zahngold-Aktion. Foto: privat
Ein großes Dankeschön gilt allen Patientinnen und Patienten sowie den teilnehmenden Zahnärztinnen und Zahnärzten im Oberbergischen, die mit ihren Spenden diesen Erfolg ermöglicht haben. Das gesammelte Zahngold ihrer Kolleginnen und Kollegen hat die Wiehler Zahnärztin Dr. Elke Alberts verlässlich zur weiteren Verarbeitung und Wertbestimmung weitergegeben.
„Auch die Zahngoldsammlung ist erfolgreich weitergegangen“, freuen sich Monika und Michael Höhn, die das Gesamtprojekt im Jahr 1993 initiiert haben und für ihr langjähriges Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurden. Für die beiden Autoren ist diese Aktion eng mit bewegenden Erinnerungen verknüpft. Sie erinnern sich noch gut an die Anfänge, als Dr. Elke Alberts vor vielen Jahren mit ihnen gemeinsam die Insel Ometepe besuchte. Vor Ort arbeitete sie Hand in Hand mit ihrer nicaraguanischen Kollegin, Dra. Melida Luna Flores, um die Patientinnen und Patienten direkt in den Dörfern medizinisch zu versorgen.
Die Idee zu dieser besonderen Form der Unterstützung wurde bereits im Jahr 1995 von dem in Wiehl ansässigen Zahnarzt Dr. Michael Zirwes ins Leben gerufen. Was damals klein begann, blickt inzwischen auf eine stolze, 31-jährige Tradition zurück. „Wichtig waren uns immer die persönlichen Beziehungen zu den Spendern“, betonen Monika und Michael Höhn. Transparenz und Nähe stehen bei der Aktion seit jeher im Vordergrund. Deshalb liegt in den teilnehmenden Praxen nicht nur Informationsmaterial über Ometepe aus; die Patienten können sich auch in den Büchern des Autorenpaares über den Alltag in Nicaragua und den Fortschritt des Projekts informieren.
Das Projekt wird heute dankenswerterweise von der Nicaragua-Hilfe Bonn e.V. erfolgreich weitergeführt. Eine besondere und kontinuierliche Unterstützung ist dabei vor allem in den Bereichen Bildung und Gesundheit sowie für Menschen mit Behinderungen notwendig. Auch dem Bonner Verein liegt die Transparenz – die sogenannte „Durchlässigkeit“ – besonders am Herzen. Die Spenderinnen und Spender sollen ganz genau wissen, wofür ihre Hilfe eingesetzt wird.
Dank moderner Kommunikationsmittel wie WhatsApp und dem Internet bleibt der Draht nach Nicaragua glücklicherweise kurz: Der Austausch läuft kontinuierlich, gegenseitige Besuche finden weiterhin statt und die über Jahrzehnte gewachsenen, persönlichen Freundschaften werden intensiv gepflegt. Die aktuelle Spendensumme von über 21.000 Euro sorgt nun dafür, dass diese wichtige Unterstützung nahtlos weitergehen kann.
Weitere Informationen: Nicaragua-Hilfe Bonn
