Aktionstag zur Woche der seelischen Gesundheit

(1. Oktober 2026) Die VHS Oberberg und das Projekt „Wiehl ENTHINDERT“ halten am 9. Oktober ein vielfältiges Programm bereit: mit Erfahrungsberichten, kreativen Angeboten und regionalen Unterstützungsmöglichkeiten.
Dieses Kunstwerk zum Thema seelische Gesundheit ist in der "Tagesstruktur Haus Waldruhe" in Wiehl entstanden. Bild: OBKDieses Kunstwerk zum Thema seelische Gesundheit ist in der "Tagesstruktur Haus Waldruhe" in Wiehl entstanden. Bild: OBK Über seelische Gesundheit zu sprechen und Ausgrenzung zu überwinden – dazu lädt der gemeinsame Aktionstag der beiden Institutionen ein. Das Motto: „Jede Psyche zählt – Für Akzeptanz, gegen Ausgrenzung.“ Sichtbarkeit, Austausch und gegenseitige Unterstützung stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung, die am Freitag, 9. Oktober 2026, von 16:00 bis 19:00 Uhr im Johanniterhaus, Homburgerstraße 7, in Wiehl stattfindet. „Viele Menschen erleben Erschöpfung, Stress, Trauma, Sucht oder Reizüberflutung – oft ohne dass ihr Umfeld davon weiß. Der Aktionstag will diese unsichtbaren Belastungen sichtbar machen und Mut zum offenen Gespräch geben“, sagt Bildungsdezernent Stefan Heße.

Im Rahmen des Programms berichten Menschen authentisch von ihren Erfahrungen: Eine Jugendgruppe des Vereins Lebensfarben zeigt Ausschnitte aus dem gemeinsam mit betroffenen Jugendlichen entstandenen Film „Unsichtbar". Der Begründer der ADHS-Selbsthilfegruppe für Erwachsene in Wiehl erläutert die Auswirkungen von ADHS im Alltag, ein junger Mann schildert offen seine eigenen Erfahrungen mit einer psychischen Erkrankung. Musikalisch begleitet wird das Programm von Joachim Kottmann und Töm Klöwer, die zwischen den Beiträgen Raum für Reflexion schaffen.

Ergänzt wird das Programm durch kreative Elemente: Unter Anleitung einer Dozentin der VHS Oberberg können Besucherinnen und Besucher Stimmungskarten gestalten, gemeinsam mit Mitarbeitenden der Theodor-Fliedner-Stiftung Steine bemalen und Kunstwerke von Künstlerinnen und Künstlern aus dem Haus Waldruhe in Wiehl betrachten.

An Informationsständen stellen sich regionale Anbieter vor, darunter die Theodor-Fliedner-Stiftung, OGB (Ortsnah gut begleitet), die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen Oberbergischer Kreis, die ADHS-Selbsthilfegruppe für Erwachsene aus Wiehl, der Verein Lebensfarben, die OASe (Offene Arbeit für Senioren der Stadt Wiehl), die Volkshochschule Oberberg sowie das Netzwerk Wiehl ENTHINDERT. Für Essen und Getränke sorgt die RAPS, eine gemeinnützige Werkstatt für Menschen mit einer psychischen Behinderung.

Die Veranstalter legen besonderen Wert auf Teilhabe: Auf Anfrage stehen Gebärdensprachdolmetscher zur Verfügung, zwei Übersetzerinnen und Übersetzer bieten einfache Sprache über Kopfhörer an. Das Johanniterhaus ist barrierefrei erreichbar, verfügt über rollstuhlgerechte Toiletten sowie einen Ruheraum für Menschen mit Reizüberflutung. Ein kostenloser Fahrdienst lässt sich über die OASe Wiehl organisieren, Telefon 02262 93842.

Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind herzlich willkommen. Kooperationspartner der Veranstaltung sind die Theodor-Fliedner-Stiftung, OGB, Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen Oberbergischer Kreis, ADHS-Selbsthilfegruppe für Erwachsene aus Wiehl, Verein Lebensfarben und OASe.

Weitere Informationen zur Barrierefreiheit: Maria Lamsfuß, Telefon: 02262 7296172, E-Mail: [email protected].