Viel über „Köbes, Kölsch und Klüngel“

(6. April 2019) Als ob man an einer Führung durch die Domstadt teilnehmen würde und dabei fundiertes Fachwissen über Köln und seine Bräuche erfahren würde – so fühlten sich die Gäste im Burghaus Bielstein. Denn das dies nicht nur vor Ort zwischen Kölner Dom und Heumarkt interessant ist, bewies dieser Abend. Michael Dirkmann bescherte den Gästen im Burghaus Bielstein gleich an zwei Abenden ein unterhaltsames Eintauchen in die Seele der Kölner Altstadt. Mit Anekdoten und Geschichten zur Kölner Stadtgeschichte sorgte der charmante Stadtführer für eine kurzweilige Veranstaltung. Mit seinem Insiderwissen brachte er nicht nur die die Kölner Brauhäuser näher.
„Sie hätten auch nach Köln kommen können, aber jetzt bin ich dann mal hier!“, begrüßte Dirkmann die Gäste. Und dann wusste das Publikum ganz flott, woher überhaupt der Ausdruck Köbes stammt, weshalb ein Köbes einen Kranz und kein Tablett benutzt oder wie die Mönche zum Brauen gekommen sind. Nun sind allerdings mittlerweile auch Frauen mit dabei. Wie nennt man die dann wohl? Köbissin? In Bayern sei es insbesondere beim Oktoberfest ganz normal, dass Frauen das Bier an den Tisch bringen. Das wäre so, weil sich der männliche Gast ganz zu Hause fühlen solle. Das müsse er leider so sagen, entschuldigt sich Dirkmann fast zerknirscht, aber doch mit einem Zwinkern im Auge. Das es „a Maß“ heißt, hänge mit der Maßeinheit zusammen. Das Kölsch habe übrigens eine geographische Herkunft und Kölsch dürfe nur in den Reagenzglas-ähnlichen Gläsern, den sogenannten Kölschstangen, ausgeschenkt werden. Aber nicht nur so Manches über Bier wusste Dirkmann zu berichten. Auch die Hintergründe zur Umsetzung des Millowitsch-Denkmals vom Hänneschen-Theater am Eisenmarkt auf den neuen Willy-Millowitsch-Platz an der Breite Straße. Oder auch welche Hausnummer der Dom hat und wieso das 4711-Stammhaus in der Kölner Glockengasse eben diese Hausnummer hatte. Dirkmann bot nicht nur viel Wissen, sondern hat auch ein besonderes Show-Talent. Und genau diese Kombination brachte er im Burghaus brillant auf die Bühne.

Michael Dirkmann ist Schauspieler und arbeitete 1978 bis 1994 an verschiedenen deutschen Theatern, wie Kammerspiele Hamburg und Düsseldorf und auch am Theater am Dom in Köln. Seit 25 Jahren leitet der er die „Kölner Altstadt & Brauhauswanderung“. Und die ist natürlich in Köln noch ein bisschen mehr authentisch als im Burghaus und hervorragend geeignet als Ausflug für kleinere und größere Gruppen.

Vera Marzinski

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Fotos: Vera Marzinski