„Mission Impossible“ – nicht für „quattrocelli“

(29. September 2019) Einen unmöglichen Auftrag hatten die vier Herren in schwarz mit ihren vier Celli am Donnerstagabend im Burghaus Bielstein nicht. Ihre Mission sollte die Begeisterung des Publikums sein – den Auftrag erfüllten „quattrocelli“ mit Bravour.
Und dann kam auch noch die „Mission Impossible“ von Lalo Schifrin direkt als zweites Stück. Dies hatte Lukas Dreyer für die vier Cellisten arrangiert. „quattrocelli“, das sind Lukas Dreyer, Matthias Trück, Tim Ströble und Hartwig Christ. Sie nehmen gerne Musik anderer Musiker, die ihnen gut gefällt und spielen sie dann in ihrem eigenen Arrangement. Und das ist richtig gut. Das „Times“ ist ein eigenes Stück, das perfekt in das aktuelle Programm „the quattrocelli scenes“ passte. Mit diesem Programm widmet sich das Ensemble auf seine unverwechselbare Art thematisch der Filmmusik, wie aus „Fluch der Karibik“ oder dem James-Bond-Film „Skyfall“, aber auch „Ghostbusters“ und „Pink Panter“ sind dabei.

Auch fast im Dunklen wird musiziert – Noten benötigen die vier nicht. Nach der Pause kommen sie durch den Mittelgang mit kleinen Taschenlampen, leuchten kurz ihre Gesichter an nachdem sie sich gesetzt haben und spielen im Stockdunkeln mit in blau, pink, grün und gelb leuchtenden Bögen den „Imperial March“ – auch „Darth Vaders Theme“ genannt – von John Williams aus dem Film "Star Wars -The Empire Strikes Back". Sie spielen nicht nur brillant, auch die Bühnenshow ist beeindruckend. Da wird zu „Psycho“ ein (Cello)-Sarg hereingebracht, zu „Misirlou“ aus dem Film „Pulp Fiction“ stirbt ein Cello. Ihre Instrumente werden dann auch mal gezupft, wie zu „Der Dritte Mann“ oder als Gitarre umfunktioniert. Sie sind nicht nur musikalisch sehr kreativ. Sie haben außer Filmmusik an diesem Abend im Burghaus noch ein „Soledad“ von Astor Piazzolla dabei und in der Zugabe lassen sie das Publikum zu „Azuro“ mitsingen und präsentieren ihre Version des Pop-Hits „Happy“. Passend der Abschluss zu ihrer Art die Musikstücke zu arrangieren: „I did it my way“.

Die vier kennen sich seit der Studienzeit in Aachen vor über zwanzig Jahren. Ein Stipendium der „Friedrich-Jürgen-Sellheim-Gesellschaft” half bei den nächsten Schritten und bald kamen Produktionen für Radio und Fernsehen hinzu. Sie sind natürlich nicht nur in dieser Besetzung aktiv. So spielt Hartwig Christ im Niedersächsischen Staatsorchester der Oper Hannover das komplette Cello-Repertoire von der Symphonie über die Kammermusik bis hin zur Oper. Tim Ströble ist Solocellist der Württembergischen Philharmonie Reutlingen. Matthias Trück ist künstlerischer Leiter und Geschäftsführer der „Cello Akademie Rutesheim“ und Lukas Dreyer ist als selbstständiger Musiker beruflich tätig, engagiert sich im Projekt m-Arts der Leipziger Hochschule für Musik und war langjähriger 1. Solocellist des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera. Für ihre Konzerte kommen sie vorher kurz zum Üben zusammen – am Abend vor dem Bielsteiner Konzert waren sie in Salzgitter und am 5. Oktober spielen sie im „Haus am See“ – interessanterweise ist dies auch ein Filmtitel – in Lahr.

Vera Marzinski

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  • Mission Impossible – nicht für quattrocelli
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Fotos: Vera Marzinski