Luxemburger Mix im Burghaus

(2. November 2019) Sie bezeichnen sich selbst als Vagabunden, die das spielen, was ihnen Spaß macht. Damit überzeugten sie auch schnell das Bielsteiner Publikum am letzten Donnerstagabend im Oktober.
Es wurde kein gruseliger Halloween-Abend sondern ein Konzert mit vielen musikalischen Facetten und einer Band mit viel Spaß bei ihrer Musik. Das Sextett trat erstmals 1998 in Erscheinung und bietet eine Mischung aus Celtic Folk, französischem Chanson und kreativer Popmusik. Kopf der Band ist John Rech. Der erzählte auch so einiges zu den Stücken. Unter anderem die Geschichte zu dem Titel „Not too old to folk’n roll“. Die nette Geschichte eines Vaters, der von der Tochter zurechtgewiesen wird, ob er denn nicht zu alt sei für Folk. Dass sie nicht zu alt sind, bewiesen die sechs Herren immer wieder an diesem Abend. Hervorragend spielte Wolfgang Wehner auf der Violine. An Gitarre und Gesang Christof Brill, am Schlagzeug Rainer Dettling und Stefan Engelmann am Bass. Eric Falchero bediente Keyboard und Akkordeon. Eine bunte Truppe, die auch gerne mal Folkssongs aufpolieren oder auch Hits aus den 1980er, wie „Brand new toy“ von The Jeremy Days. Ein Lied für Sportler mit dem Titel „Na, na, na“ schrieben sie – das könnten sogar Fußballer einigermaßen verstehen, scherzte Rech.

„Raggle Taggle“ heißt ihr Programm, bedeutet so etwas wie ungehobelt oder positiv formuliert: echt, unangepasst und urig – und so heißt auch eins ihrer Lieder. Die sechs Musiker haben diese urige „Raggle Taggle“ Persönlichkeit, die man einfach sympathisch finden muss. Sie kommen aus Luxemburg und da dort gleich drei Sprachen nebeneinander gedeihen, singt Frontmann John Rech sowohl auf Französisch, Deutsch als auch Luxemburgisch. Zudem erklärte er noch ein bisschen über sein kleines Land, auf das er sichtlich stolz ist. Ebenso wie auf seine beiden Kinder. Für seine Tochter hatte er nach ihrer Geburt ein Lied komponiert: „Verluer“. Die Erklärung dazu rührte ihn selbst sehr an.

Getreu dem Bandnamen fangen die Musiker ihre Träume in Liedern ein, aber auch ihre Lebens-Erlebnisse und natürlich so einiges aus ihren Tourneen. In Wiehl war für diese Tournee die letzte Station. Deshalb packten sie auch einige ganz alte Erinnerungsstücke, die sie gerne spielen mit ins Programm. John Rech nannte sie Gefühlsperlen. Mal verträumt, melancholisch und sinnlich, aber auch voll von Energie und Lebensfreude. Ob „Fishermans blues“ oder „J’veux du soleil plein la vie“ – immer mit viel Elan. Und wer noch nicht genug hatte, konnte auch noch ihre CD „Vagabonds“ mitnehmen oder auch die Comic-Hefte, für die sie gleich zwei Mal mit dem luxemburgischen Buchpreis ausgezeichnet wurden – „Sonic Comic“ (2012) und „Music, Films & Dreams“ (2015).

Vera Marzinski

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Fotos: Vera Marzinski