Oberbergisches Blues-Urgestein begeisterte

(5. Oktober 2020) Von Blues Boy B.B. King mit seinem „Paying the cost tob e the boss“ bis John Castellos „Can’t let go“ spielten sie Blues vom Feinsten. Und gehen lassen wollte das Bielsteiner Publikum sie erstmal auch nicht. So gab es eine Zugabe zum Runterkommen bevor die Breakdown Blues Band noch mal richtig Gas gab.
Fotos: Vera MarzinskiFotos: Vera Marzinski Fast vier Jahrzehnte bringen sie den Blues auf die Bühne: die „Breakdown Blues Band“. Drei Mal spielten sie bei den Internationalen Wiehler Jazztagen – 1990, 1991 und 2013 – und begeisterten das Blues-Publikum ebenso wie vor fünf Jahren im Burghaus Bielstein. Da wären sie auch diesmal eigentlich aufgetreten, aber das Kulturkreis-Ausweich-Domizil, die Aula im Schulzentrum Bielstein, gefiel ihnen auch ganz gut. Rund 80 Gäste hatten sich eingefunden und genossen sichtlich das Urgestein des Oberbergischen Blues, und das spielte den Blues mit Leib und Seele. Wie gewohnt: Gerne rau, unverstellt und direkt in Bauch und Beine. Sie verfeinern ihre Stücke immer wieder und nehmen auch Neues ins Repertoire. 1983 gründete Sänger, Gitarrist und Harpspieler Jörn Frederik Klein mit der „Break Down Bluesband“ eine Band, die die Musik spielte, die ihn schon immer am meisten in ihren Bann geschlagen hatte: BLUES! Am Bass von Anfang an dabei war Willi Müller. Schlagzeuger Peter Even, Gitarrist Manuel Marcos und Pianist Martin Heiderich komplettieren das Quintett – alle bekannt aus und in der oberbergischen Musikszene.

Ein Abend mit viel, viel Blues. Von Robben Ford „Cut me to the bone“, natürlich fehlte nicht das „Caldonia“, auf die Tränendrüse drückte „Ain’t no love“ und zu „How long must I wait for you“ von Phillip Waker erzählte Jörn Frederik Klein, dass er das Stück 1984 mit seinem Kassettenrecorder aufgenommen und andere Mitschnitte von diesem Konzert nicht gefunden habe. Schon 1974 entstand das Stück „Same old blues“ von Freddie King, dass besonders jetzt zur Lockdown-Depressiv-Stimmung passe. Von Otis Redding spielten sie „Hard to handle“ – das Stück wurde 1968 veröffentlicht, kurz nachdem der damals 26-Jährige mit dem Flugzeug abstürzte. Jörn Frederik Klein hat nicht nur eine begnadete Blues-Stimme, sondern wusste auch immer noch so einiges zu den Stücken zu erzählen. So wie zu Ray Charles „Mary Ann“, der wohl kein Kind von Traurigkeit gewesen sei und mit diesem Stück – das ein wildes hin und her von rhythmischen Verwicklungen aufweist - einer Dame Avancen machte. Grandios auch das „Lonley man blues“, bei dem Manuel Marcos mit einem brillanten Solo startete und die anderen vier nacheinander einstiegen. Ein Abend mit viel Blues, der mit viel Applaus des Kulturkreis-Publikums endete.

Vera Marzinski

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Fotos: Vera Marzinski