Bis zum Jahr 2030 soll in der Stadt Wiehl ein flächendeckendes Glasfasernetz verfügbar sein. Um dieses Ziel zu erreichen, nutzt die Verwaltung Förderprogramme von Bund und Land. Basis bildet die Generalausbauplanung für das gesamte Stadtgebiet. Darüber hinaus erfolgt der Glasfaser-Ausbau durch verschiedene Telekommunikationsunternehmen in eigener wirtschaftlicher Verantwortung.
Förderprogramm „Graue Flecken“
Bund und Land fördern den Breitband-Ausbau für Ortschaften, in denen aktuell der Datendurchsatz unter 100 Megabit pro Sekunde liegt. Im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung bearbeitet die aconium GmbH als zuständiger Projektträger Förderanträge aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Stadt Wiehl hat bei der aconium den Förderantrag zum „Graue- Flecken-Programm“ gestellt.
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Nachdem von dort Ende 2023 ein vorläufiger Zuwendungsbescheid über eine Fördersumme von 8,75 Millionen Euro erfolgt ist, hat die Stadt einen weiteren Förderantrag beim Land Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Von der Bezirksregierung Köln gab es dazu positive Signale. Voraussichtlich fördert das Land den Ausbau mit 30 Prozent, der Bund mit 50 Prozent. Die Stadt Wiehl hat in der Folge das EU- weite Ausschreibungsverfahren durchgeführt: Nach dem Beschluss durch den Stadtrat ist die Ausschreibung zum Graue-Flecken-Förderpaket im Juli 2024 veröffentlicht worden.
Das Vergabeverfahren wurde inzwischen beendet, der wirtschaftlichste Anbieter steht fest. Auf dieser Basis ist ein immer wieder verfeinerter Förderantrag an die aconium GmbH übermittelt worden. Derzeit wartet die Stadt Wiehl auf grünes Licht seitens der aconium. Sobald der endgültige Zuwendungsbescheid von Bund und Land vorliegt, kann das wirtschaftlichste Telekommunikationsunternehmen mit den Arbeiten zum Breitbandausbau beauftragt werden.
Welche Orte von dem Programm profitieren
Unter das Graue-Flecken-Programm fallen diese Wiehler Ortschaften: Marienhagen, Merkausen, Alferzhagen, Perke, Kurtensiefen, Remperg, Bieberstein, Bomig, Breidenbruch, Hückhausen, Weiershagen, Forst, Jennecken, Börnhausen, Steinacker, Niederbellinghausen, Verr und Büddelhagen. Zudem kommen – über das Stadtgebiet verteilt – viele Einzeladressen hinzu, die bisher noch nicht vom Breitbandausbau erschlossen wurden.