Jazz und Blues beim Frühschoppen

(12. Juni 2018) Die „Farmhouse Jazz & Blues Band“ garantiert für energiegeladene, beschwingte und gepflegte Arrangements und Improvisationen – davon konnten sich auch die Gäste des Juni-Jazzfrühschoppens in der „Alte Posthalterei“ am zweiten Junisonntag überzeugen. Die sechs Musiker sind orientiert an der Chris Barber Jazz & Blues Band. Der pulsierenden Rhythmus-Sektion kommt eine besondere Rolle zu und den echten Blues sowie der Bluesrock zelebrieren sie gebührend.
Foto: Vera MarzinskiFoto: Vera Marzinski Die „Farmhouse Jazz & Blues Band“ hat die perfekte Mischung für solch ein Ensemble. Die sechsköpfige Formation aus dem Norden der Niederlande bietet eine umfassende Reihe von Stilrichtungen. Ob New Orleans, Swing, Gospel, traditioneller Jazz und Blues-Rock, alles wird mit scheinbar grenzenloser Energie und ansteckend wirkendem Enthusiasmus dargeboten. Michiel Pos ist ein Multi-Instrumentalist. Ob Saxophon, Klarinette oder E-Gitarre bei Barak Obamas Lieblingslied „Sweet Home Alabama“ oder mit grandiosem Gesang, wie zum Gospel „Precious Lord Take My Hand“. Dieses Lied sang Mahalia Jackson anlässlich Martin Luthers Beerdigung. Die perfekt aufeinander eingespielte Rhythmusgruppe wird komplettiert durch zwei hervorragende Blechbläser, um - ganz im Sinne des New Orleans Jazz – das Publikum zu unterhalten. Posaunist Hans van Wermeskerken wollte ganz wie sein großes Vorbild Chris Barber spielen und verdiente sich das Geld für seine erste Posaune als Zeitungsjunge. Als Michael Muller sich erstmals an der Trompete versuchte, war er erst 12 Jahre alt. Cees Heegstra ist eigentlich Zahnarzt, aber bei „Didn’t He Rambel“ bearbeitete er ausgiebig sein Schlagzeug. Hans van Wermeskerken hatte die Gäste zuvor darauf vorbereitet: „Wir gehen dann mal weg, aber bitte bleiben sie da – wir kommen auch wieder“. Und so stiegen die restlichen fünf Musiker auch tatsächlich wieder mit ein – und von den Gästen hatte natürlich keiner seinen Platz bei dem tollen Drum-Solo verlassen. Sie wurden musikalisch entführt nach New Orleans mit „Just A Little While To Stay Home“ oder dem „Panama Rag“. Passend dazu auch die Banjo-Klänge von Willem Lutje Schipholt. Theo Reitsma hielt sich mit seinem Kontrabass mehr im Hintergrund und sorgte mit Heegstra für den passenden Rhythmusteppich. Gemeinsam spielt die „Farmhouse Jazz & Blues Band“ Stücke von Duke Ellington oder auch Don Redmans „Gee Baby, Ain’t I Good To You“. So bescherte die Band, deren Geschichte bis ins Jahr 1981 zurückgeht, einen wunderbaren Sonntagvormittag. Vor 37 Jahren wurde die Band von einigen ehemaligen Mitgliedern des weithin bekannten Orchesters „Stable Roof Jazz Band“ gegründet. Bald erfreute sich die Band sowohl im In- wie im Ausland einer großen Popularität. Sie lösten sich allerdings wieder auf und fanden 2014 erneut zusammen. Und die sechs Bandmitglieder haben Spaß bei ihren Auftritten – was natürlich das Publikum ansteckt. Auch in der „Alte Posthalterei“, wo auch am 8. Juli wieder ein Jazzfrühschoppen stattfinden wird.

Vera Marzinski

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Fotos: Vera Marzinski