Seven Nights of Fun: Hamburger Musik-Comedy-Trio Bidla Buh

(19. November 2019) Bereits zum dritten Mal reiste die Hamburger „Boy-Group im Frack“ mit ihrem Kaktus nach Wiehl. Bereits 2014 und 2015 kamen sie ins Burghaus Bielstein – diesmal zu „Seven Nights of Fun“ mit ihrem Programm „Mehr geht nicht!“.
Es ist ihre große Welttournee, wie sie sagen. Da durfte Bielstein natürlich nicht fehlen – und das Lied vom Kaktus. Sie wirken wie drei Gentleman im Frack und bezeichnen sich als Brüder. Sehr unterschiedliche Brüder. Hans Torge Bollert singt quer durch alle Tonlagen, spielt Trompete oder Akkordeon. Er ist der Charmeur, der die Zuschauer in der ersten und auch schon mal in der zweiten Reihe um den kleinen Finger wickelt. So wie Sabine aus Gummersbach, bei der das Ensemble mit dem gesamten Publikum nach dem Auftritt gerne feiern möchte – auch Ehemann Rainer dürfe mit. Ole, der eigentlich Olaf Klindtwort heißt, besingt sich selbst und wünscht sich „ich wäre gerne ein ganz normaler Mann, so wie ihr – und einer, der nicht so viel kann“. Er kann wirklich viel und spielt nicht nur brillant Gitarre. Jan-Frederick Behrend sitzt teilnahmslos auf seinem Hocker, beklopft seine Trommeln wie eine mechanische Aufziehpuppe und schaut finster drein. Gerne würde er seine „Brüder“ beseitigen – verrät er in einem Solo-Lied mit Ukulele.

Die ungleichen Brüder sind sehr virtuos auf ihren mehr als 30 Instrumenten – von einem Mini-Flügel, den Hans Torge aus einem Flügel-Heim für schwer-stimmbare Instrumente geholt hat, über die schlanke weiße Sopran-Posaune bis hin zum gelben Gartenschlauch, der so schön lasziv auf dem Rasen liege. Sie spielen auch schon mal zu dritt auf einer Gitarre. Oder zelebrieren ein musikalisches Becherspiel. Ihre Bandbreite ist groß. Funk, Rock und Schlager gehören zum Repertoire. Beim „Blasebalg-Fitnessorchester“ kamen die drei „Bidla Buhs“ richtig ins Schwitzen. Die Gäste wohl eher beim Einschlaflied, das so mit einem sanften „Morgen früh“ anfing und in eine Hai-Verfolgung ausartete. Die Schlafmützen auf ihren Köpfen entpuppten sich dabei als Haifisch-Flossen. Sie bringen in jedes Stück ein bisschen Comedy mit hinein. Selbst in Astor Piazzollas „Libertango“ auf das fast übergangslos eine Aufforderung mit „are your ready for Rock’n Roll“ folgt. Es gibt einen „Busen-Blues“, Blockflötenspiel und sogar ein „Mr. Sandman“. Und der Kaktus war auch wieder dabei. In einer finalen Kaktus-Funk-Party, bei der der kleine grüne Kaktus mal im Jamaica-Stil, spanisch und russisch vertont wurde. Mit tosendem Applaus verabschiedeten die Gäste im Burghaus das grandiose Trio.

Vera Marzinski

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  • Hamburger Musik-Comedy-Trio Bidla Buh
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Fotos: Vera Marzinski